Die Orientalische Katze

Falls Sie sich für eine Orientalische Katze entscheiden sollten, überdenken Sie zunächst, ob diese Rasse auch das Richtige für Sie ist, denn:

 

· Orientalen sind nicht gerne alleine, sie brauchen ihren Menschen UND ihren Artgenossen. Sie sind sehr aktive Katzen und brauchen viel Beschäftigung.

· Halten Sie daher einen Orientalen nie alleine. Sie brauchen viel Zuneigung, sind sehr sensibel und brauchen immer das Gefühl geliebt zu werden (okay, wer nicht ;-)

· Sie sind auf Schritt und Tritt dabei und schleppen ihr Spielzeug an und fordern lautstark Streicheleinheiten. Sie wollen ständig mit einbezogen werden, mit ihrem Menschen das Bett teilen, auf dem Schoß sitzen, beim Kochen zuschauen und auch immer dabei sein, wenn sich Besuch anmeldet … Natürlich kuscheln sie auch gerne mit ihrem Artgenossen!

· Auch sollte man Bedenken, dass gerade diese Rasse sehr laut mit ihrem Menschen und auch ihren Artgenossen „redet“… Also gut überlegen, denn eine ruhige Katze ist die Orientalin nicht. Ich glaube, viele die selbst eine Orientalische Katze haben, werden jetzt mit einem breiten Grinsen und einem Nicken vor dem Bildschirm sitzen und mir dieses bestätigen.

· Wenn Sie  jedoch eine Katze haben möchten, die sie fast vor Liebe erdrücken und die Ihnen ihr ganzes Leben lang treu bleiben wird, dann ist eine Orientalische Katze genau das Richtige für Sie.

 

Die Orientalische Katze,
eine Liebe, eine Sucht, eine Leidenschaft …

 
 
Zum Wesen der Orientalen

Elegant, frech, zärtlich, gesprächig, laut, verspielt, arrogant, betörend, aufdringlich und nicht zuletzt ausgesprochen liebenswert. So zunächst die Kurzbeschreibung ;-)

Sie sind sehr gesellig, extrem menschenbezogen und für ihr anhängliches Wesen sehr bekannt, sie  wollen überall, wirklich überall dabei sein. In der Regel sind sie immer im selben Raum wie ihre Menschen und wenn nicht auf dem Schoß oder dem Arm, so doch zumindest dicht daneben sitzend. Genauso wie sie die menschliche Gesellschaft lieben, mögen sie Artgenossinnen, Die Orientalin  ist  sehr sozial, ungern allein und mit ihrer Freundin spielt sie auch im hohen Alter  noch intensiv und ausdauernd. Sie ist sehr lebhaft, verspielt, kontaktfreudig, zutraulich, gelehrig und erwartet von ihrem Menschen sehr viel Zuwendung. Eine Orientalin liebt die Gesellschaft ihrer Artgenossen und sollte daher nie alleine gehalten werden. Orientalen geniessen die Anwesenheit ihrer Artgenossen und unterhalten sich lautstark auch mit diesen … Natürlich geben sie auch „ihrem Menschen“ lautstark Antwort.

 

Kommen wir zu diesem Thema, denn:

Für ruhebedürftige Menschen sind Orientalen nicht geeignet!

Orientalen sind die gesprächigsten Katzenrassen: andere Katzenrassen haben Stimmchen, Orientalen haben eine sehr modulationsfähige Stimme, die sehr laut und durchdringend sein kann und dann durchaus  dem Schreien eines Kleinkindes ähnelt. Meistens jedoch begnügen sie sich damit, mit ihren Menschen in angenehmer Lautstärke Gespräche zu führen, dabei hat jede Orientalin ihre charakteristische Stimme und eine typische Art, mit ihrem Menschen zu sprechen. Leben mehrere Tiere in einem Haushalt kann man sie ganz einfach an ihren Stimmen auseinanderhalten.

 

Haltung

Die gesellige und lebhafte Katze verlangt nahezu keine Fellpflege, liebt jedoch auch zarte Bürstenstriche. Sie fordert viel Beschäftigung seitens ihres Halters. Für die Wohnungshaltung ist sie bestens geeignet (immer mit Artgenossen). Aufgrund ihres relativ dünnen Fells ist sie Wärme liebend (Heizung im Winter—Sonne im Sommer) und für Ausflüge bei niedrigen Temperaturen nicht geeignet. Ist die Katze daran gewöhnt, lässt sie sich wunderbar an der Leine führend mit in den Garten nehmen oder sogar Spaziergänge mit sich unternehmen (immer an die Imfpungen denken!!!).

 

Rassestandard
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Siamesen

Die ersten Siamesen wurden Ende des 19. Jahrhunderts nach England gebracht und dort auf Ausstellungen gezeigt. Sie wirkten durch ihre Pointzeichnung und die saphirblauen Augen sehr überraschend auf das damalige Publikum. Ihre Zucht begann etwa zeitgleich und schon damals wurde zwischen der rundköpfigen und der etwas schlankeren und langköpfigeren (Mardergesicht) Siam unterschieden. Diese Schlankformkatze hat sich letztendlich durchgesetzt und bestimmt den heutigen Siamtyp. Doch auch die "Rundköpfchen" haben eine Menge Liebhaber und sind heute unter dem Namen Thaikatze bekannt.

Die charakteristische Pointierung entsteht durch ein Gen (Cs), das einen Teilalbinismus hervorruft. Das hat zur Folge, das sich an den kühleren Körperstellen (Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz) die vorgesehene Fellfarbe zeigt, während der warme Körper albinohell bleibt. Dieses Gen ist auch für die blauen Augen der Pointkatzen verantwortlich. So ist z.B. die seal-point Siam genetisch eine komplett durchgefärbte schwarze Katze. Allerdings werden Pointkatzen immer weiß geboren. Ab der zweiten Lebenswoche beginnt die Maske sich langsam auszufärben und es dauert ein bis zwei Jahre, bis die Points komplett durchgefärbt sind.

 

Farben

Die älteste und bekannteste Farbvariante ist das seal point, gefolgt von blue point, chocolate point, lilac point, cinnamon point und fawn-point, red point und creme point. All diese Farbvarianten gibt es auch noch in tabby (getigert), tortie (schildpatt), mit und ohne Silber, mit und ohne weiß. Außerdem findet man auch noch weiße Siamesen ohne sichtbare Abzeichen, die foreign-white genannt werden.

 

 

 

Balinesen

Balinesen sind, kurz gesagt, halblanghaarige Siamesen. Sie gehören genauso zur Gruppe der Orientalen, haben den gleichen grazilen Körperbau und die gleichen Charaktermerkmale wie ihre kurzhaarigen Verwandten.

Da ihr Fell, obwohl halblanghaarig, etwas kürzer ist als bei anderen Halblanghaarrassen und keine Unterwolle hat, verfilzt es nicht. Es liegt am  Körper seidig an und der Schwanz ist fedrig behaart. Auch bilden sich weder eine Halskrause noch Höschen an den Hinterbeinen.

Man geht davon aus, dass immer mal kleine Kätzchen mit etwas längerem Fell in Siamwürfen vorkamen. Dabei handelte es sich um Spontanmutationen. Diese kleinen "Fehlschläge" wurden meist verschwiegen und an Liebhaber verschenkt. Als dann später Verpaarungen zwischen Siamesen und Persern zugelassen wurden um die Colourpoint Perser zu entwickeln, schlichen sich auch dadurch Langhaargene in die Siamzucht ein.

Die erste Langhaarsiam wurde um 1930 auf einer Show in den USA gezeigt, aber erst um 1940 begannen einige Züchter diese Variante gezielt zu züchten. Da die Rassebezeichnung "Langhaarige Siam" nicht auf allgemeines Wohlgefallen stieß, taufte die amerikanische Züchterin Helen Smith diese Katzen "Balinesen" um ihre Verwandtschaft mit den Siamesen nahezubringen. Außerdem fühlte sie sich durch die grazilen Bewegungen der Tiere an Balinesische Tempeltänzerinnen erinnert.

Bei den Balinesen finden wir die gleichen Farbschläge, wie bei ihren Siamverwandten

 

Orientalisch Kurzhaar

Um 1950 begann die geplante Zucht von Orientalisch Kurzhaar Katzen. Sie entstanden aus Verpaarungen zwischen Siamkatzen und einfarbigen Kurzhaarkatzen.

Durch die weitere planmäßige Einkreuzung von Siamesen wurde erreicht, dass sich Erscheinungsbild und Charakter wieder mehr der Siam anglich. Heute kann man sagen, dass die OKH eine einfarbige Siamkatze ist.

Die OKH ist eine mittelgroße schlanke Katze auf langen schlanken Beinen. Der Schwanz ist peitschenförmig lang, dünn am Ansatz und zu einer feinen Spitze auslaufend. Der Kopf ist lang und keilförmig mit großen, am Ansatz breiten Ohren, die, in ihrer seitlichen Platzierung, den Keil des Kopfes fortsetzen. Sie hat grüne Augen und das Fell ist seidig, kurz und eng anliegend.

 

Orientalisch Kurzhaar gibt es in vielen Farben:

Das Angebot der Fellfarben ist schon fast unübersichtlich groß.

Man findet die Farben ebony (schwarz), havanna (chocolate), blue, lavender, cinnamon, fawn, rot und creme. Alle diese Farben gibt es in sämtlichen Tabbymustern, ticked (gebändert, wildfarben), mackerel (gestreift), classic (gestromt, marmoriert) und spotted (getupft), sowie mit silber, weiß oder tortie.

 

 

 

Mandarin, Orientalisch Langhaar, Javanese

Drei verschiedene Begriffe für ein und dieselbe Katze. Eine einheitliche Benennung dieser Varietät gibt es leider nicht. Jede Dachorganisation hat ihren eigenen Namen für diese Rasse. Allerdings etabliert sich der einheitliche Name Orientalisch Langhaar langsam in der Vereinslandschaft.

Die Mandarin ist eine Schlankformkatze, die aus Verpaarungen von Balinesen mit OKH entstanden ist. Die Zucht dieser Rasse begann in den siebziger Jahren und in den achtziger Jahren wurde sie von den verschiedenen Dachorganisationen anerkannt.

Ihr Erscheinungsbild und ihr Charakter gleicht denen der anderen orientalischen Rassen, nur dass sie das halblange Seidenfell der Balinese trägt und die Farbenpracht der Orientalisch Kurzhaar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Körper:

Mittelgroß, lang, geschmeidig, gut proportioniert

Kopf:

Lang, gut proportioniert, in perfekten, geraden Linien zu feinem Keil zusammenlaufend.

Ohren:

Ziemlich groß, zugespitzt, am Grunde weit offen, die Keilform des Kopfes nach oben fortsetzend

Nase:   

Lang, gerade. Im Profil: Übergang in die flache Stirn ohne Stop; Nase und Kinn bilden eine vertikale Linie.

Augen:

Weit auseinandergesetzt, mittelgroß, mandelförmig, leicht schräg gestellt.

Augenfarbe:

OKH: Klares, glänzendes, leuchtendes Grün
Siam: Klar, strahlend, tiefblau

Beine:  

In guter Proportion zum Körper, lang und schlank.
Hinterbeine höher als die Vorderbeine

Pfoten:

Fest, klein und oval

Schwanz:

Lang, dünn an der Basis, zu feiner Spitze auslaufend

Fell:     

Sehr kurz und fein. Glänzendes, eng anliegendes Seidenhaar. Kaum Unterwolle.